Projektidee: Freizeit- und Bildungs[de]zentrum

[Stand: September 2013]

Viele kleine öffentlich angemietete Immobilien ermöglichen ein neuartiges Freizeit- und Bildungskonzept im gesamtstädtischen Raum.

Die Situation

Zur Zeit werden Pläne zur Wiedererrichtung eines öffentlich getragenen Freizeit- und Bildungszentrums entwickelt. Hierzu muss eine geeignete Immobilie gefunden werden. Der Immobilienmarkt in Braunschweig bietet citynahen Leerstand an Ladenflächen und Büroräumen, welcher teilweise schwer vermietbar ist.

Eine öffentliche Großimmobilie, die Bürgern bislang für derartige Zwecke zur Verfügung stand, wurde durch ein Hotel ersetzt und steht der Öffentlichkeit nicht mehr zur Verfügung. Vergleichbare Immobilien erfüllen entweder die an ein derartiges Zentrum zu stellenden Anforderungen (Lage, Infrastruktur, Erreichbarkeit) nicht oder sind derzeitig nicht mietbar.

Der Lösungsansatz

Als Alternative zum nicht mehr existenten Freizeit- und Bildungszentrum in Braunschweig plädieren wir für ein mobiles Freizeit- und Bildungs[de]zentrum auf Basis eines stadtweiten Zwischennutzungskonzeptes. 

Im Zuge einer vorübergehenden Anmietung stetig wechselnder Räumlichkeiten entsteht ein stadtumspannendes Fluidum aus öffentlichen Orten für lokale Kreativität und Freizeitgestaltung, während die Suche nach einer zentralen Großimmobilie für die spätere zentralisierte Ansiedlung der vorübergehend verteilt angebotenen Aktivitäten in Ruhe und im öffentlichen Diskurs weiter fortgesetzt werden kann.

Die Verknüpfung eines dezentralen Bildungs- und Freizeitangebots der öffentlichen Hand mit den Immobilienangeboten des lokalen Mittelstands birgt Potential zur aktiven Ausgestaltung des lokalen Immobilienmarktes durch einen öffentlichen Aktivator.

Die Durchführung kultureller Aktivitäten und künstlerischer Arbeit in Kombination mit einer Miete auf Zeit stellt ein bewährtes Mittel zur Immobilienmarktbelebung dar. Ein zentral handelnder öffentlicher Mieter kann hier stabilisierend sowie gezielt lokal entwickelnd auf das städtische Umfeld einwirken.

Exemplarische Szenarien

Ich will Schach spielen, schaue auf der Website, wo sich die Gruppe aktuell trifft und gehe dorthin.

Die kommunale "b-base" Elektronikbastlergruppe nutzt für zwei Jahre eine leer stehende Werkstatt auf dem Gelände eines lokalen Technologieunternehmens.

Zwei innenstadtnahe Geschäftsflächen werden als Ausstellungsflächen für aktuelle kommunale Projekte genutzt, sowie zum Bürgerdialog.

Ein leerstehender Festsaal wird für ein halbes Jahr als Veranstaltungsort für große Hochzeitsfeiern reaktiviert.